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Schließlich habe ich doch noch einen Weg gefunden Bilder, Texte und Videos zu teilen, ohne sie gleich in Zusammenhang mit mir und meinem sozialen Graphen zu bringen. Ursprünglich wollte ich lediglich anonym teilen, was mir so gefällt, ohne mich als Justin Bieber- oder Hitler-Katzen-Fan outen zu müssen. Ich glaube nicht, dass meine Facebook Freunde diese persönlichen Interessen mit mir teilen 😉

Was aber machen mit dem ganzen genialen Unsinn, den man im Internet so findet? Ganz einfach – Ich poste ihn bei Tumblr!

omaha beach - starwars landing rmx

Zuerst dachte ich daran mir einen neuen Account bei Twitter zuzulegen und dort unter Pseudonym zu schreiben. Doch Twitter oder Instagram bieten nur sehr eingeschränkte Darstellungsmöglichkeiten. Ein eigener Blog ist viel cooler, unterliegt in Deutschland aber der Impressumspflicht und ist nicht anonym. Wer dennoch anonym bloggen möchte, der ist bei Tumblr genau richtig.

Blogs sind tot, es lebe Tumblr!

Tumblr ist eine Blogging-Plattform mit mehr als 62 Millionen registrierter Blogs. Ähnlich wie wordpress.com bietet Tumblr die Möglichkeit, ohne Programmierkenntnisse eine eigene kostenlose Webseite zu erstellen, die dann unter SEITENNAME.tumblr.com erreichbar ist. Für die Anmeldung ist lediglich ein Benutzername und eine Email-Adresse einzutragen. Name oder Angabe eines Impressums ist nicht notwendig. (allein das entspricht schon nicht dem strengen deutschen Telemediengesetz).

Handhabung

Während sich manch einer schon über das anpassbare Profil-Bild bei Facebook freut, können Tumblr-Nutzer aus einer schier endlosen Anzahl von Designvorlagen wählen und ihre Seite mit diversen Einstellungsmöglichkeit sehr individuell gestalten. Selbst das HTML der Templates lässt sich anpassen. Dadurch gibt es wirklich viele schöne Blogs, die mit viel Hingabe und Kreativität gemacht wurden.

Hat man seine Seite aufgesetzt und ihr einen eindeutigen Namen verpasst, kann man anfangen Texte, Bilder, Zitate, Chats, Musik und Videoclips posten. Das Einstellen von neuen Inhalten ist verblüffend einfach. Obwohl mehrere Medientypen zur Auswahl stehen, bestehen Tumblr-Blogs zumeist aus zusammengetragenen (kuratierten) Bildern. Die können von der lokalen Festplatte oder von einer URL stammen. Noch schneller geht es mit der genialen Reblog-Funkion, mit der Beiträge aus anderen Blogs übernommen werden können.

tumblr dashboard
Tumblr Dashboard

Community

Man kann anderen Tumblr-Accounts folgen und bekommt deren Beiträge in einem angenehm schlichten Stream serviert. Zusätzlich kann man Tumblr nach Artikeln mit bestimmten Hashtags durchsuchen um neues Futter zu finden. Ist ein Beitrag interessant, kann man es rebloggen, oder auch als Favorit markieren (wenn man es mag, aber es nicht so richtig zur eigenen Seite passt) Durch das Folgen und Favorisieren von Beiträgen, sowie durch die Interne Verlinkung beim Rebloggen von Beiträgen, entwickelt sich nach einiger Zeit eine Art von Interessensgemeinschaft. Verschiedene „befreundete“ Blogs, die ihre Beiträge häufiger miteinander teilen. Einem fremden Blog kann man (wenn man will auch anonym) Beiträge vorschlagen, die der Betreiber nur noch genehmigen braucht. Jeder Blog hat zudem eine Ask me anything-Funktion, mit der man einen Nutzer fragen stellen kann. Im finde diese Art von Interessensaustausch wesentlich spaßiger, als das Posten auf Facebook, wo zwischen den ganzen Nonsense und App-Geschafel nur noch vereinzelnd Interessantes zu finden ist.

Anonym bloggen

Solange ich den Namen meines Tumblr für mich behalte und unter einem Pseudonym blogge (eins, das ich noch nirgendwo verwendet habe) bin ich tatsächlich ziemlich anonym unterwegs. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass nicht möglich wäre, den Besitzer eines Tumblrs ausfindig zu machen. Für meine Ansprüche reicht es es aber völlig aus. Tumblr ist mein neuer Favorit und wohl auch der Grund dafür, dass ich so lange hier nichts mehr geschrieben habe. Wie mein Tumblr-Blog heißt? – bleibt natürlich geheim!

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Veröffentlicht von Alexander Esemann

Ich bin Alex, Jahrgang 79 und wohne mit meiner Frau und unseren drei tollen Kindern in Bremen. Hier auf esemann.com schreibe ich über Netzthemen und wie sich die Digitalisierung auf unser gesellschaftliches Miteinander auswirkt. Bei Twitter werfe ich Gedankenfetzen in die Welt. Ich freue mich immer über neue Kontakte, also schreibt mir doch einfach mal.

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