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Grooveshark ist verdammt cooler Musik-Streaming Dienst aus Florida. Man kann auf Grooveshark kostenlos Radio und selbstgewählte Musiktitel hören, Playlisten erstellen und seinen Freunden zeigen, welche Titel man besonders mag. Über 30 Millionen Leute hören dort Musik. Leider funktioniert die Website bisher nur in Browsern mit Flash-Unterstützung. Nach dem Rauswurf der Grooveshark-App aus dem Apple Store gibt es eine offizielle Mobile-App nur für Android und nur für zahlende Kunden.

Seit ein paar Tagen gibt es aber auch eine minimalistische HTML5-Variante unter http://html5.grooveshark.com.

Zwar beschränkt sich der Funktionsumfang vorerst nur auf Musik suchen und Musik hören, wer wie ich keinen Premium-Account besitzt, wird sich trotzdem über die neue Möglichkeit freuen, kostenlos Musik auf dem Smartphone zu hören.

Alben und Filme – besitzt Du noch oder streamst Du schon?

av in the cloud

geliehen von http://www.airplayit.com

Die Form von audiovisuellen Medien hat sich in letzer Zeit gehörig gewandelt. Wo es derzeit noch echte Dateien gibt, wird es bald nur noch Zeiger auf die Cloud geben. Und irgendwann werden auch die verschwinden und durch Streaming abgelöst. Früher habe ich mir Alben und DVDs gekauft und im Wohnzimmer ins Regal gestellt. Ich besaß das Medium, konnte es anfassen, ins Laufwerk stecken und mir reinziehen, wenn ich zu Hause war. Wollte ich mir meine Musik unterwegs anhören, habe ich die Scheibe gerippt und den Inhalt auf den MP3-Player oder die USB-Festplatte kopiert. Nach der Digitalisierung folgte die Mobilisierung von Musik und Video. Plötzlich löste sich der Medieninhalt von seinem Träger und befreite sich wie einst der Geist vom Fleische.

Besitz wird durch Zugriffsrecht abgelöst werden.

Erst hatte man das AV-Material von seinem ursprünglichen Trägermedium (Platte, DVD) auf ein kompaktes Abspielgerät verbannt. Alben und Filme konnten so überall hin mitgenommen werden. Erweitern konnte man seine Sammlung durch Dateien aus unterschiedlichen (legalen) Download-Portalen. Das erforderte jedoch, dass man die Dateien immer im passenden Format für das jeweilige Gerät parat haben musste. Also habe ich die gerippten DVDs fürs iPhone nach H.264 konvertiert, und die Alben in iTunes importiert und mit dem iPhone synchronisiert. Auf den Abspielgeräten braucht man dazu gehörig Speicherplatz. Abhilfe versprechen Cloud-Dienste mit Online-Speicher für Jedermann. Im Moment buhlen die Cloud-Dienste um unsere Gunst. Wir sollen die vormals gerippten und heruntergeladenen Audio- und Videodateien wieder bei Ihnen hochladen.
Sei es die iCloud von Apple oder Cloud Drive von Amazon, Google Music oderDropbox - Alle versprechen die permanente Verfügbarkeit der eigenen Daten auf jedem Gerät zu jeder Zeit. Das ist schon mal die nächste Stufe der Mobilität.

Die private Cloud für audiovisuelle Medien ist eine Übergangslösung.

Wer sich für einen der Cloud-Dienste entscheidet, wählt mitunter gleich ein komplettes Ökosystem mit fester Bindung. In die Amazon Cloud Drive gelangen Musikstücke am besten über die Amazon-Downloads. iCloud lässt sich über den Apple Store und iTunes befüllen. Noch stärker legt man sich fest, entscheidet man sich für den Cloud-Dienst eines Internet-Providers. Für Dokumente oder private Bilder mag das eine sinnvolle Lösung sein. Aber für Musik-Alben?

Wozu noch Musik hochladen?

Die meisten Medienkonsumenten sind noch nicht einmal in der Cloud angekommen, und schon frage ich mich, ob dieses Konzept nicht bereits überholt ist. Martin Weigert von Netzwertig beschreibt sehr gut, warum Cloud-Dienste als Online-Speicher für Audio- und Videodaten nur eine Zwischenlösung sind. Es macht keinen Sinn sein neues Coldplay-Album in die Cloud zu laden, denn es ist bestimmt schon dort! In jeder Cloud, in jedem Streaming-Dienst gibt es das neue Album Mylo-Xyloto von Coldplay schon. Wozu muss ich es also erneut hochladen? Was passiert dabei überhaupt? Der Dienst prüft, ob es die hochgeladenene Datei kennt, und wenn es diese Datei bereits gibt, löscht es meine Datei sofort wieder. Statt Zugriff auf meine Datei, erhalte ich Zugriff auf eine identische Anordnung von Bytes. Das spart dem Cloud-Anbieter Speicherplatz. Das Hochladen dient dazu, mein Nutzungsrecht nachzuweisen. Den größten Nachteil von clouds ohne Community-Funktion sehe ich darin, dass man ausschließlich Medien nutzen darf, die man selbst hochgeladen hat. Besser wird das natürlich, wenn man hochgeladene Inhalte mit Freunden und der Welt teilen kann.

Es gibt aber einige wenige Dienste, die Musik zur Verfügung stellen, ohne das man sich als Besitzer der Musik ausweisen müsste. Das Streamen von Musik bieten etwa Grooveshark, Spotify, oder als einziger legaler deutscher Anbieter Simfy. Abgesehen von Online-Videotheken sind Video-Streaming-Dienste in Deutschland kaum verfügbar. Bei video-on-demand gibt es in Deutschland noch mehr (nach)zu holen. Es ist eine Frage der Zeit, bis sich auch in Deutschland video-on-demand Dienste wie Hulu etablieren werden.

Update: Hulu sondiert anscheinend schon den deutschen Markt.

Wenn ich von dort Medieninhalte nach Belieben auf dem Fernseher, dem Tablet und dem Smartphone streamen kann, dann brauche ich keine Blu-ray disc, keine Festplatte, kein musicload und kein RTL mehr. Dann bezahle ich nicht mehr für den Besitz eines Mediums, sondern für den orts- und geräteunabhängigen Zugriff auf dessen Inhalt. Ob ich es dann besitze oder nur nutzen darf, ist mir persönlich egal.

Grooveshark – Free Music

Eins der vielen Themes von Grooveshark

Bereits vor ein paar Monaten habe ich die US amerikanische Musikplattform Grooveshark für mich entdeckt und bin immernoch jedesmal begeistert. Anders als beim in Deutschland recht bekannten last.fm lassen sich alle Musikstücke in ganzer Länge abspielen, in Playlisten einorden, man kann seine Lieblinglieder mit wenigen Mausklicks auf Twitter oder Facebook posten, oder einfach nur die nach Genres unterteilten Radio-Stationen hören. Und das beste – Es ist vollkommen kostenlos! time.com hat Grooveshark unter die besten 50 Webseiten des Jahres 2010 gewählt und Wikipedia meint, es würden über die Plattform mehr als 250 Millionen Tracks im Monat gestreamed! In Deutschland scheint der Dienst noch nicht besonders populär zu sein, obwohl man auch viele deutschen Interpreten dort findet.

Die Titel werden meist durch die User selbst hochgeladen, bei dem Suchbegriff muss man nicht angeben, ob man einen Interpreten, einem Liedtitel oder ein Album sucht – Statt dessen sortiert man die Ergebnisliste entsprechend und finded (fast) immer, wonach man gesucht hat. Für mich ist Grooveshark die am besten gelungene Umsetzung einer Musik-Community, die ich bisher gesehen habe. Es ist sogar möglich sich die Lieder seiner Freunde anzeigen und natürlich auch vorspielen zu lassen.

Probiert es einfach aus! Mein Benutzername bei Grooveshark ist junkeyxxl

Viel Spass beim Musik hören!