Die Zeiten, als wir uns noch einsam von Seite zur Seite klicken mussten, sind vorbei. Heute begleiten uns die eigenen Social-Network-Profile, große Werbenetzwerke folgen uns wie Schatten bei unserer Reise durchs Netz. Permanent werden Daten erhoben, gespeichert, ausgewertet und zur “Optimierung unserer Nutzererfahrung” verwendet. Das Leben ist schön.
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E-mails von Facebook

Die negativen Schlagzeilen zum Thema E-Mails reißen für Facebook nicht ab. Erst gab es eine riesige Empörung über die ungebetene Einführung der @facebook-Email-Addressen, dann wurde bekannt, dass Facebook bei der Umstellung eigenmächtig Adressbücher auf Smartphones und mobilen Geräten manipuliert. Kontakte mit Facebook-Profil wurden mit der neuen Email-Adresse aktualisiert. Facebook behauptete später, dies sei ein Versehen gewesen – blos glauben wollte das so recht niemand.
Am Freitag schrieb t3n, dass manipulierte Facebook Benachrichtungs-Mails kursieren. Die täuschend echt wirkende E-Mails suggerieren eine neue Foto-markierung. Der enthaltene Link leitet zwar zu Facebook, aber über eine Malware-Seite, die einen Trojaner enthält. Wieviele Rechner infiziert wurden, ist noch unklar.
Wer ohnehin keine Lust auf nervige Benachrichtigen hat, oder zumindest nicht bei jeder Kleinigkeit alarmiert werden möchte, kann die Zahl der aktiven Benachrichtigungen in den Kontoeinstellung reduzieren.
Welche der über 60 Einstellungen sinnvoll sind, wird jeder unterschiedlich beurteilen. Ich habe die meisten Apps, Seiten und Events deaktiviert. Seitdem empfinde ich die Emails von Facebook nicht mehr als Spam sondern zumeist als relevante Hinweise.
App oder Autor: Benachrichtigungen im automatisierten Web
Ja, man kann Facebook-App ausblenden, Statusmeldung wegklicken und Newsletter abbestellen. Vor der Flut der Meldungen aus dem Web gibt es dennoch kein Entkommen. Was früher noch als Müll in der Mailbox landete, wird nun (meist) im Vorfeld als Spam erkannt und gleich weggefiltert. Die Nonsens-Meldungen gibt es statt dessen in Form von App-Benachrichtigungen, wöchentlichen Software-Updates und personalisierten Marketing-Mails. Dienste feuern ständig Nachrichten per Email und SMS, Update-hungrige Software blinkt in der Taskleiste und auf dem Smartphone werden neue Social Notifications angezeigt.
Moderne Apps sind gesprächiger als Teenager auf Klassenfahrt. Man kommt sich mitunter vor, als kümmere man sich um ein krankes Tamagochi.
“Wir haben wichtige Neuigkeiten für Dich!” lautet der Tenor solcher Nachrichten, unterstrichen mit einer dringlichen Handlungsaufforderung. Egal ob es sich um ein neue Funktion, geänderte AGBs oder um eine “Wir-Vermissen-Dich”-Erinnerung handelt, brav lese ich alle Meldungen, klicke Links, aktualisiere Accounts und stupse zurück. Ständige Benachrichtigungen sind zwar nervig, aber meine Neugier ist größer als mein Verstand. Wann immer eine Benachrichtigung für Facebook aufpoppt, muss ich sie sofort lesen!
Anonym bloggen mit Tumblr
Schließlich habe ich doch noch einen Weg gefunden Bilder,Texte und Videos zu sharen, ohne sie in direkten Zusammenhang mit mir und meinem sozialen Graphen zu bringen. Ich wollte lediglich anonym teilen, ohne mich dabei öffentlich als Justin Bieber-Fan oder zu Hitler-Katzen bekennen zu müssen. Ich glaube nicht, dass meine Facebook Freunde diese persönlichen Interessen von mir teilen
Dort brauche ich solche Fotosalso nicht zu posten. Twitter und Instagram können zwar unter Pseudonym genutzt werden, bieten aber nur sehr eingeschränkte Darstellungsmöglichkeiten. Ein eigener Blog hingegen unterliegt in Deutschland gleich der Impressumspflicht und ist nicht anonym. Was also machen mit dem ganzen genialen Unsinn, den man im Internet so findet? Ganz einfach – Ich poste ihn bei Tumblr!

Starwars Landung in der Normandie
Die VZ-Netze sind am Ende, Katzenbilder als letzte Hoffnung
Wie schlimm muss es um das VZ-Netzwerk stehen, wenn es zu solch verzweifelten Mitteln greift? Wir alle wissen, wie wichtig Katzenbilder für eine aktive Community sind, dieser Aufruf zu einem Katzenbilder-Wettbewerb klingt jedoch nach dem letzten Aufbäumen vor dem endgültigen Aus.
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Anonym Teilen und Empfehlen
Wer auf großartige Inhalte im Internet stößt, kann sie leicht bei Twitter, Facebook, Google+ usw. seinem Umfeld mitteilen. In dem Fall wird der empfohlene Inhalt mit dem eigenen Profil verknüpft und das hat natürlich Folgen!
Google verändert die Suchergebnisse entsprechend den Vorlieben des Nutzers. Facebook vergisst nie einen Eintrag (selbst wenn man ihn löscht) und bei Twitter kann jeder die Tweets eines Nutzers scannen – alles soweit in Ordnung, will man Anderen mehr über sich, seinen Geschmack und Vorlieben mitteilen.
Manchmal möchte man aber nur etwas Grandioses empfehlen, nicht aber sich oder sein soziales Profil mit der Empfehlung verknüpfen.
Manchmal stolpert man im Netz über eine coole Seite, ein witziges Bild oder über etwas so dermaßen Abgefahrenes, dass man es gleich weitererzählen möchte. So etwas zum Beispiel.
Weitererzählen geht ganz leicht mit Twitter oder Facebook. Aber nur noch selten klicke ich den Like-Button, Links twittern tue ich auch nicht. Bleibt noch die E-Mail. Ihr kennt alle diese guck-mal-hier-wie-geil! Mails)
Die schreibe ich nun wieder häufiger, weil ich kein Bock mehr auf Facebook habe.
Mich nerven die Quiz-Einladungen, Freundschaftsanfragen und Geburtstage. Am meisten stört mich, dass ich dort sowieso nicht alles empfehlen kann, was ich gut finde. Immerhin lesen Freunde, Bekannte, Verwandte und Arbeitkollegen mit. Wie soll ich da noch unbeschwert den neuen Blutzbrüdaz-Trailer oder das Beste aus Frauentausch liken? Das soziale an den social Networks kann echt nerven.
Facebook und die kontextsensitive Werbung
Seitdem ich meinem Facebook Account ein paar Bilder aus Computerspielen hinzugefügt habe, bestehen meine Werbeanzeigen fast ausschließlich aus blöden Facebook-Games. Das Facebook die Werbung auf die Nutzer abstimmt, ist ein alter Hut. Den Werbetreibenden gibt Facebook die Möglichkeit, ihre Werbung gezielt an Herkunft, Alter, Hobbies oder Musikgeschmack der User auszurichten. Das ist der Grundstein für personalisierte Werbung in sozialen Netzwerken.
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