Google Reader und das Ende der Saurier

Google stellt den Google Reader ein und auf Twitter bricht die Hölle los. Die Internet-Generation, oder eben diejenigen, die sich dafür halten, schimpfen und jammern als sei es Ende von RSS und des freien Netzes. Eilig werden Petitionen ins Leben gerufen, um den nahenden Untergang doch noch abzuwenden. rss-icon

Was zum Teufel ist ein RSS-Reader?

Das Ende scheint dick und unausweichlich. Am 01. Juli wird der Stecker gezogen. So bitter das für uns Nutzer auch sein mag, so verständlich ist es aus Sicht des Not-So-Evil Google Unternehmens. Mit dem RSS-Readern war es nicht gelungen, das richtig große Geld zu verdienen. RSS konnte sich nicht aus seiner Nische befreien und hat sich in den letzten Jahren weder verbreitet noch weiterentwickelt. Selbst auf Blogs sehe ich das kleine RSS-Icon immer seltener. Bei Feed stelle ich mir heute eher den Nachrichtenstrom auf Facebook als das Abo eines RSS Kanals vor. So dümpelte der Reader in den letzten Jahren ohne großartige Neuerungen vor sich hin, wurde eher abgespeckt als ausgebaut. Das Schicksal ist nun besiegelt und das von Feedburner wohl gleich mit. „Google Reader und das Ende der Saurier“ weiterlesen

Schicker, Smarter, Sackgasse – Die Zukunft der TVs

smart tv - dead on arrival

In den letzen Jahren haben sich die Fernseher in unseren Wohnzimmern stark verändert. Erst wurde die Röhre durch Rückprojektoren und Plasma-TVs ersetzt. Eine Zeit lang dominierten LCDs und schließlich setzten sich die schicken flachen LEDs mit 3D, Full-HD, 200Hz und Internetanschluss durch. Die Fernsehhersteller prophezeiten, dass die neue Generation der Smart-TVs zur interaktiven Schaltzentrale im Wohnzimmer werden würden. Videos, Apps oder im Internet surfen – alles kinderleicht dank Smart-TV. Doch anscheinend will das niemand. Die smarten Features gingen komplett an den Bedürfnissen der Kunden vorbei.

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Mein Toaster twittert: Das Internet der Dinge

internet of thinghs - ninja block

Intelligente Objekte werden uns das Leben vereinfachen. Sie werden uns Essen kochen, während wir noch auf dem Heimweg sind und uns eine SMS schicken, falls anschließend die Küche brennt. Seit Jahren schon wird prophezeit das Internet der Dinge stünde vor der Tür und würde nun unseren Alltag ähnlich stark verändern wie einst das Automobil oder die Currywurst. Das IoT gilt als das nächste großes Ding, als disruptiver Game Changer und überhaupt als nächster unvermeidlicher Schritt der Evolution hin zur Einheit von Mensch und Maschine.

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Wenn andere für uns denken

Wirklich sehr zuvorkommend von meinem neuen Mobilfunk-Anbieter, dass er mich mit seiner SIM-Karte an die wichtigen Telefonnummern von HRS, den Taxiruf oder an die der SIXT Autovermietung erinnert. Vom ADAC hat mir mein fürsorglicher Provider gleich drei Nummern mitgegeben. sim-kontaktDabei bin ich gar nicht Mitglied und brauche die Nummern nicht, aber wer weiß? Das dachte ich auch von der liebevoll auf meinem Smartphone vorinstallierten App Lieferheld – bis ich Hunger bekam. Echt prima so eine Vorinstallation – wir haben uns schon fast daran gewöhnt und genießen es, wenn andere für uns denken.

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Wie Verlage das Leistungsschutzrecht erkämpften

das Leistungsschutzrecht kann der Financial Times nicht mehr helfen.Die Frankfurter Rundschau ist gestorben. Die Financial Times Deutschland ist auch tot. Den Presseverlagen geht es schlechter als manch einem japanischen Elektronikkonzern. Um den Untergang abzuwenden zu verlangsamen, wurden Gesetzentwürfe und Megaphone in Stellung gebracht. Lautstark wird zur Verteidigung der Presse vor der Bedrohung aus dem Internet aufgerufen. Dieselben Schurken, die mit Youtube bereits Musik und Filme zu Ramsch-Artikeln degradierten, würden durch Verlinkung und Aggregation von Presseartikeln den Niedergang des geschriebenen Wortes herbeiführen. Brüder, das Erbe von Goethe steht auf dem Spiel!

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Bitte nichts sagen

Warum sprechen wir eigentlich? Wer Worte formuliert, könnte versuchen sich mitzuteilen, ein Empfinden oder einen Wunsch oder seine Meinung zu äußern. So kenne ich das zumindest von meinen Kindern.

Ich will Spagetti!

Das heisst Bitte!

Ich will nicht Bitte, ich will Spagetti!

Klar ist das naiv. Erst durch einen langen Lernprozess begreifen wir, dass man nichts sagen darf, erst rechts nicht das, was man meint!

Das man reden kann, ohne auch nur im Geringsten etwas zu sagen, wird klar, wenn Politiker in der Tagesschau interviewt werden.
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Slapinion

Ich stelle hier meine supertolle Geschäftsidee unter CC-BY Lizenz zur freien Verfügung. Ein Elevator-Pitch dafür könnte so aussehen:

Slapinion – lasst es sie wissen!

Auf Slapinion kann man seine ungebetene Meinung sagen.

Der Nutzer wählt ein Unternehmen, Behörde oder Institution als Ziel aus und bekommt deren öffentlichen Kontakt- und Social Media Accounts angezeigt. Der Nutzer verfasst eine Mitteilung und schickt sie mit nur einem Klick über alle hinterlegten Kanäle an das Ziel.

Painful truths. (Paul Gonzales / LA Times)

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