Meine Meinung zu Croking

Teile mit anderen, was dir gefällt.

Auf croking.com kannst Du deine Meinung zu Marken und Unternehmen los werden. Du kannst angeben, ob du ihnen gegenüber positiv (fan) oder negativ (critic) eingestellt bist und dazu Mitteilungen verfassen. Eine publizierte Meinung wird als „Croke“ (Gekrächz oder Gequake) bezeichnet. Crokes werden durch die Community bewertet, kommentiert und über soziale Netzwerke geteilt. Auf diese Weise entsteht ein Ranking für die Marken (Brand Score) als auch ein Ranking für die teilnehmenden Nutzer (Influence Score). Alles transparent, alles messbar. Deine Meinung zählt und hier kommt meine Meinung zur neuen Community.

Was bietet mir Croking?

Endlich gibt es einen einfachen Weg, sich öffentlich zu Marken und Unternehmen zu äußern. Keine langen Briefe und keine Kontaktformulare mehr. Keine nervige Anrufe bei Hotlines. Keine moderierten Facebook-Fanpages, auf denen Deine Kritik von dressierten Community-Mangern mit Textbausteinen beantwortet werden. David von der Leyen, Mitbegründer von Croking, erklärt im webmagazin, wieso Croking der bessere Ort für deine Meinung ist.

Croking verspricht einen ehrlichen Umgang mit deiner Kritik. Die Marken zu denen Du die „Crokes“ schreibst, sind öffentlich sichtbar und könnten schon bald zu den ersten Treffern bei den Suchmaschinen gehören, wenn man im Internet nach Markennamen sucht. Dein Beitrag kann also direkt das Image einer Marke beeinflussen! Bei Croking kannst Du mit mit deiner Kritik Aufmerksamkeit schaffen und erfährst dabei Unterstützung durch die Community. Durch Votes und Anmerkungen von gleichgesinnten Croking-Nutzern steigt die Sichtbarkeit deines Gekrächz und erzeugt anständig Welle – Hoffentlich! Denn dadurch steigt auch dein persönlicher Influencer-Score. Profile und die Interaktionen zwischen Nutzern sind stark ausgearbeitete Elemente bei Croking – man kann anderen Nutzern folgen, es gibt Ranglisten und so weiter – Wer Social Communities und Engagement mag, ist hier richtig.

Motivation für Unternehmen

Auch wenn es nicht sofort erkennbar ist: Croking bedient hervorragend die Bedürfnisse der Unternehmen und Markeninhaber. Sie sind eingeladen die Diskussionen zu begleiten und aktiv auf Lob und Kritik zu reagieren. Falls Croking erfolgreich wird, hätten sie auch allen Grund dazu. Durch das betriebene Brandjacking wird mit steigender Popularität des Dienstes auch der Druck auf die Unternehmen wachsen, schlechte Kritik nicht unkommentiert zu lassen und aktiv Maßnahmen zu ergreifen. Teilnehmende Unternehmen wiederum würde die Motivation für Nutzer erhöhen.

Martin Weigert kommentiert auf netzwertig.com

Das gesamte System ist darauf ausgelegt, Brands zur Partizipation zu bewegen, wodurch für User die Anreize erhöht werden sollen, ihre Erfahrungen mit und Hinweise an Firmen bei Croking zu publizieren.

Die Monetarisierung soll über kostenpflichtige Services für teilnehmende Unternehmen stattfinden. Die können erfahren, wie es um ihre eigene Reputation bestellt ist, was die Kunden freut und was ihnen gar nicht gefällt. Dadurch können sie ihre Produkte und Dienstleistungen verbessern und stärker an den Bedürfnissen der Kunden ausrichten. Sie dürfen auch durch Kommentare Einfluss auf die Außendarstellung nehmen.

Anregung

Der Jackpot liegt sicher (wie so oft) in der Auswertung der gewonnenen Nutzerdaten. Woher kommen unsere Fans? Wie alt sind die meisten Kritiker? Wie hoch ist der weibliche Anteil unter den Kommentatoren? Da geht bestimmt noch viel mehr…

Um solche detaillierten Aussagen zu ermöglichen, wird Croking detaillierte und wahrheitsgetreu gepflegte Nutzerprofile brauchen. Ob als Motivation hierfür ein paar Punkte beim Influence-Score ausreichen? Und überhaupt: Der Influencer-Score ist als Belohnungssystem gedacht. Ein Anreiz, möglichst gut und mehr als nur einmal zu schreiben. Ich gebe zu, als Gamification-Element sehr anerkannt – aber auch irgendwie auch abgedroschen. Ich persönlich habe keine Lust mich bewerten zu lassen. (Siehe Klout Score) Es fehlen noch lustige Abzeichen wie Kaulquappe, Schnatterente, Erdkröte und mächtiger Kolkrabe. 🙂

Die größte Motivation sind meiner Meinung nach das direkte Community-Feedback mittels Votes und Kommentare. E-Mail-Mitteilungen bei neuen Votes und Beiträgen gefolgter Mitgliedern vertärken den Anreiz wieder vorbeizuschauen. Vielleicht gibt es ja eines Tages auch Fan-Aktionen wie „Der größte Beck’s-Fan kriegt jede Woche eine Bierfass geschenkt.“ Ein Give-and-Take Prinzip zwischen Marken und Nutzern quasi.

Kritik

Optisch und auch in der Funktionalität macht die Plattform mächtig was her. Das ist kein schlankes MVP eines Lean Startups! Das ist full fledged rich userexperience mit fancy flat responsive UI. 😉

Im Ernst: Die Plattform sieht verdammt gut aus, selbst auf Tablets und Smartphones. Die Startseite ist übersichtlich und bietet einen guten Einstieg zu allen Funktionen. Wie ich finde, gibt es an einigen Stellen zu viele Interaktionsmöglichkeiten! Wenn sich der Mauszeiger über die Seite bewegt, erscheinen und verschwinden Interaktionselemente in schneller Folge. Die Seite wirkt teils hektisch. Da passiert es schnell, das man aus Versehen doch Fan der Deutschen Bahn wird. Und darin steckt übrigens eine echte Herausforderung für die Macher aus Heidelberg. Natürlich will jeder Fan von Spotify, Ben & Jerry’s oder von Croking sein. Marken wie Vagisan oder Clearasil haben es schwerer Anhänger zu finden. Wie kann das Image dieser Marken objektiv miteinander verglichen werden? Wenn Croking nur das Verhältnis von Fans zu Kritikern berücksichtigt, dann ist der Brand-Score in Gefahr eine Luftnummer zu werden.

Die Geschäftsidee hat eine Menge Potenzial. Ich finde sie so gut, sie hätte glatt von mir stammen können. Tatsächlich hatte ich beim Ausprobieren das Gefühl Croking wäre die Umsetzung meiner Slapinion Geschäftsidee! Sogar das „Croke“ (Krähe ist viel cooler als Kröte) glaube ich im Logo meines Blogs wieder zu erkennen. 🙂 Croking ist natürlich viel ausgereifter und ausgewogener als mein ursprünglicher Ansatz. Ich dachte eher an Nutzer, die so richtig Dampf ablassen wollen und eine Community die den Markeninhabern die Meinung nur so um die Ohren haut. Croking macht es natürlich richtig, will es die Markeninhaber und nicht deren Anwälte auf sich aufmerksam machen. Die Community als das Medium für den Austausch zwischen Nutzern und Brands zu etablieren, wird nicht einfach werden. Es kann nur durch sehr schnelles Wachstum und mit Hype funktionieren. Die kritische Masse an Usern ist wichtig, um die Brands mit an Board zu bekommen und die wiederum müssen sich aktiv einmischen damit die Nutzer merken, dass sie gehört werden! Die Ausrichtung auf den internationalen Markt ist daher genau richtig gewählt. Der aktuelle Mix von meist Englischen und manchen Deutschen Einträgen ist noch nicht ganz stimmig. Starten würde ich rein Englisch und dann zusehen, dass sich Sprachen besser voneinander trennen lassen. (Filter, unterschiedliche Domains etc.)
…Moment mal…Ein neuer Sprachfilter ist gerade aufgetaucht. Gut gemacht FDP!

Das wichtigste: Die Seite macht Spaß, ist intuitiv zu bedienen und sie löst ein echtes Problem: Wohin mit meiner Meinung?

Mach dir selbst eine und probier es aus! Die Croking-Community ist klein, nett und super schnell! So erfährst Du direkt, ob du mit deiner Meinung den Nerv triffst, oder allein auf breiter Flur stehst. Genau vor dieser spannenden Frage steht auch das Heidelberger Startup. Die in der Beta befindliche Seite kannst Du mit dem Invite-Code crokingfriends betreten.