Standesamt

Im Gegensatz zu Finanzämtern und Krankenkassen war meine Grundhaltung zum Standesamt vom ersten Moment an sehr positiv, ja beinahe etwas verklärt. Der Hauptgrund dafür scheint selbstverständlich, da man das Standesamt mit freudigen Ereignissen in Verbindung bringt.

Geburt

So habe ich das Standesamt in Hamburg das erste Mal vor der Geburt meines Sohnes Linus betreten um die Vaterschaft anzuerkennen und das gemeinsame Sorgerecht zu beantragen.
Ich nehme an, dass sich die positive Grundhaltung der meisten Bürger auch auf die Motivation und die Freundlichkeit der dort tätigen Beamten (sind es wirklich welche?) ausgewirkt hat, zumindest war der Sachbearbeiter sehr nett und hatte in nur wenigen Minuten alle Unterlagen fertig. Ausserdem konnten wir dort bereits festlegen, welchen Nachnahmen der Kleine später tragen würde.

Heirat

Die zweite Geschichte war ebenfalls erfreulich aber nicht ganz ohne Tücken. Anne und ich haben uns nach 7 Jahren und einem Baby tatsächlich beschlossen zu heiraten! Und das funktioniert so:
Als erstes muss man die Heirat beim Standesamt anmelden, das nennt man “Anmeldung zu Eheschließung” und wird an dem Wohnort eines der zukünftigen Ehepartner gemacht. Es muss aber nicht zwangsläufig auch der Ort sein, an dem später geheiratet wird. Das hat uns denn auch sehr gefreut, da wir sonst in einem wirklich häßlichem Gebäude hätten heiraten müssen. Um aber im schönen Altonaer Rathaus heiraten zu können, muss man auch tatsächllich im Stadtteil Altona gemeldet sein – Das, so wurde uns erklärt, gelte zumindest für alle in Hamburg angemeldeten Eheschließungen. Wird die Hochzeit in einer anderen Stadt angemeldet werden, so kann man aber das Altonaer Rathaus als Traustätte wählen…

Klingt seltsam, ist es vielleicht auch. Zumindest haben wir uns deshalb an das Standesamt in Bremen gewendet und dort (erst mal online) die entsprechenden Formulare ausgefüllt. Daraufhin bekommt man einen Termin, an dem Beide persönlich erscheinen müssen (ca. 2 Wochen später) und da sind dann verschiedene Unterlagen mitzubringen. Das sind zumeist Nachweise wie Geburtsurkunde und Abstammungsurkunden (Familienbuch der Eltern), etc. Wenn jemand möchte schreibe ich gerne alle benötigten Unterlagen zusammen…

Die Anmeldung zur Eheschließung verlief einigermaßen reibungslos, auch in Bremen waren die Beamten im Standesamt in der Holler Allee einigermaßen freundlich, wenngleich auch etwas sehr langsam. Dafür, dass wir in einer anderen Stadt heiraten wollten mussten wir 30,- € Bearbeitungs/”Unterlagen-Überführungsgebühr” zahlen. Meine schicke Diplomurkunde wurde ebenfalls nach HH überführt und dafür in einen winzigen C5 Umschlag gequetscht, was mir das Blut in den Adern gerinnten ließ! Ansonsten war alles fein. Bereits anderthalb Wochen später bekamen wir dann den Termin für die standesamtliche Hochzeit in Hamburg und am 15.11.2007 wurden Anne und ich getraut.

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